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Umzug ins neue Atelier

Nach sechs Jahren im selben Raum in Neukölln bin ich umgezogen. Das alte Atelier war gut, aber zu dunkel – ein Hinterhof, Nordfenster, brauchbares Licht ab elf Uhr, im Winter kaum. Ich habe es geliebt und manchmal gehasst.

Das neue Atelier liegt in Prenzlauer Berg, fünfter Stock, Südfenster. Wenn morgens die Sonne reinkommt, denke ich, ich bin in einem anderen Land.

Was sich ändert

Mit dem neuen Licht ändert sich die Arbeit. Ich merke es schon an den ersten Wochen: Ich bin früher im Atelier, ich arbeite länger. Die Farben verhalten sich anders – heller, klarer. Ob das dauerhaft gut ist, weiß ich noch nicht. Manchmal braucht man das gedämpfte Licht, die Unsicherheit.

Der Umzug selbst war kompliziert – zwanzig große Leinwände in einem Sprinter, drei Freunde, ein langer Tag. Nicht alle Bilder haben es unbeschädigt geschafft. Eine Arbeit aus 2023 hat einen langen Riss, der sich vielleicht reparieren lässt, vielleicht nicht.

Aber jetzt stehe ich hier, mit frisch gestrichenen Wänden und einem Ausblick auf Baumwipfel, und male weiter.